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Der Wasserfall von Dreimühlen liegt südlich
von Ahütte und darf als interessantester Wasserfall in der gesamten
Eifel gelten. Er ist durch Ablagerungen von drei stark karbonathaltigen
Zuflüssen des Ahbaches entstanden. Solche Karbonatablagerungen
heißen Karbonat-Sintergesteine (Travertin). Wegen seiner Einmaligkeit
wurde der Wasserfall von Dreimühlen zum Naturdenkmal erklärt. |
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1912 leitete man beim Bau der Eisenbahnstrecke das
Wasser der drei Quellbäche zu einem künstlichen Bach zusammen
unter dem Bahnkörper hindurch zur Geländestufe der Sinterbank
und von dort in den Ahbach. Seit dieser Regulierung der Quellwässer
wächst die Sinterbank als ,,Dreimühlener Wasserfall"
nur noch in einer Richtung vor (Abb. 45). Das aus den Karsthöhlen
austretende Quellwasser besitzt ständig eine Temperatur von ca.
80 0 und ist mit ca. 200 mg/l auch sehr karbonatreich (s. Schautafel
,,Karst- und Sinterbildung"). Durch das Verspritzen des karbonatreichen
Quellwassers an der Überlaufkante der Sinterbank kann Kohlendioxid
aus dem Wasser entweichen. Dieser Vorgang führt zur Ausfällung
von Calciumkarbonat. |
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Im Spritzbereich solcher karbonatreichen Wässer ist es durch CO2-Freisetzung zur Ansiedlung von Moosen gekommen, die karbonatreiches Wasser lieben. An den Laubmoospolstern, die man an der Sintermauer herabhängen sieht, bildet sich ständig neuer Sinter. Das Moos entgeht der Karbonatüberkrustung nur durch entsprechend schnelles Wachstum. Dadurch wird die Karbonatausfällung beschleunigt. Nach der Karbonatüberkrustung stirbt das Moos ab, und es bleiben die entsprechenden Hohlräume übrig, die dem Sinter seine Porosität geben. |
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